Die Geschichte des „Pink Shirt Days“ ist ebenso kurz wie beeindruckend. Sie geht zurück auf das Jahr 2007, als an einer kanadischen High-School ein neuer Schüler seinen ersten Schultag hatte. Er trug als modisches Accessoire ein pinkfarbenes Polo-Shirt, weshalb er von einigen Mitschülern schikaniert und diskriminiert wurde.
Zwei Mitschüler, die den Vorfall beobachteten, kauften daraufhin 50 pinke Shirts in einem nahegelegenen Supermarkt und verteilten diese unter den Mitschülerinnen und Mitschülern.
Als der neue Schüler am darauf folgenden Tag zur Schule kam, trugen Mitschülerinnen und Mitschüler die pinken Shirts aus dem Supermarkt und andere, die von der Aktion erfahren hatten, solidarisierten sich, indem sie ebenfalls pinkfarbene Kleidungsstücke trugen. Der neue Schüler war überwältigt von der so erfahrenen Solidarität und diejenigen, die zuvor für das Mobbing verantwortlich waren, sahen sich selbst an den Rand gedrängt. Vor dem Hintergrund dieser Begebenheit wurde in Kanada ein Anti-Mobbing-Tag ausgerufen, der inzwischen in der Idee des „Pink Shirt Day“ in vielen Ländern begangen wird.
Als die Schülervertretung der Schule am Weserbogen von der Idee des Pink Shirt Day erfuhr, zeigten sich die Schülerinnen und Schüler begeistert und stimmten für eine Beteiligung ihrer Schule an dem Aktionstag. Kurzfristig schmiedeten sie Pläne – alle im Zeichen der Farbe Pink: In der Eingangshalle gab es eine Stellwand, auf der auf pinken Karten Gedanken und Wünsche zum Thema Toleranz und Respekt gesammelt wurden. Während der Pause versammelte sich die Schulgemeinschaft vor einem Banner und ließ Ballons in den Himmel steigen, an deren Schnurende Karten eine Botschaft der Schule am Weserbogen für die Ideen des Aktionstages in die Welt schickten.
Und immer wieder begegnete allen an dem Tag die Farbe Pink: Pinke Kleidungsstücke und Accessoires als Statement, pinke Buttons als Solidaritätsbekundung und auch vor dem Schulessen machte die Farbe nicht halt. Zum Nachtisch gab es pinkfarbene Donuts für alle.